Debatte zu Politik und Moderne, Band IV

Essayband

mit Beiträgen von Hannah Arendt, Dick Howard, Claude Lefort, Albrecht Göschel sowie Heidrun Friese und Peter Wagner.

Lesedauer: 2 Minuten

Im vierten Band unserer Reihe "Politik und Moderne" legen wir wieder einen kleinen Essayband vor, der Beiträge enthält, die es uns wert erscheinen, gelesen und auch aufbewahrt zu werden.

Wir erleben in den letzten Jahren immer wieder Neuauflagen der Debatte um Schuld und Verantwortung an den Verbrechen des Nationalsozialismus und dem Antisemitismus. "Goldhagen", "Die Walser-Bubis-Debatte", die Wehrmachtsausstellung, Möllemann und die FDP, um nur einige zu nennen. Es gibt einen schönen Beitrag von Hannah Arendt aus dem Jahre 1968 zu den Fragen von Schuld und Verantwortung, der bisher nicht auf deutsch erschienen ist, den wir aber für eine Tagung in Bremen haben übersetzen lassen und den wir hier zugänglich machen wollen.

1998 erhielt Claude Lefort den Hannah-Arendt-Preis für politisches Denken. Während Lefort in Frankreich eine feste Größe, ist er dem deutschen Publikum weitgehend unbekannt. Woran das liegen könnte, fragt sich Dick Howard, der die Laudatio auf Claude Lefort anlässlich der Preisverleihung 1998 hielt, in dem Beitrag "Introduction Claude Lefort". Dick Howard ist Professor für Philosophie an der State University of New York Stony Brook. Lefort selbst kommt mit seinen hier in Bremen gehaltenen Vortrag "Die Weigerung, den Totalitarismus zu denken" zu Wort. Claude Lefort lehrte an der Ecole des hautes études en sciences sociales und ist Mitbegründer zahlreicher Zeitschriften, die zu wichtigen Diskussionsforen wurden und in denen sich die Wandlungen der französischen intellektuellen Landschaft abspielten.

Albrecht Göschel arbeitet am Deutschen Institut für Urbanistik in Berlin mit den Schwerpunkten Sozialpolitik und Kulturpolitik. In Bremen war er bei der Kulturinitiative Anstoß mit dem Vortrag "Kulturpolitik unter dem Diktat der Ökonomie - der geplante Verfall des Gemeinwesens" zu Gast.

Eine der zentralen Fragen des nächsten Jahrzehnt wird die nach der zukünftigen Gestalt Europas sein. Heidrun Friese und Peter Wagner unternehmen den Versuch, Europa jenseits von Bürokratie und Präsidenten- und Ministertreffen politisch zu (be)gründen. Heidrun Friese ist Autorin zahlreicher Veröffentlichungen zur Sozialtheorie von Zeit und Geschichte, zur Anthropologie der Wissenschaften und zur sozialen Imagination. Sie lebt in Berlin und in Florenz. Peter Wagner, Warwick und Florenz, behandelt Fragen einer Soziologie und Geschichte der Modernität und ist Mitglied der Jury des Hannah-Arendt-Preis für politisches Denken.