Frankreich und Deutschland vor den Wahlen
Laizismus in Europa, Prinzip oder Vorwand der Politik? mit Yves Bizeul und Jean-Claude Aparisi

Donnerstag, 16. Februar um 19 Uhr im Institut Français Bremen,
Contrescarpe 19


Debattenreihe vor der Präsidentschaftswahl in Frankreich und der Bundestagswahl in Deutschland in Kooperation mit dem Institut Francais Bremen

Am 23. April und am 7. Mai stehen die Präsidentschaftswahlen in Frankreich an. Die Bundestagswahl am 24. September in Deutschland. In drei Debatten werden grundlegende parteienübergreifende Probleme der französischen, deutschen und europäischen Politik mit Experten diskutiert.

Für den ersten Termin dieser Reihe laden wir Yves Bizeul und Jean-Claude Aparisi ein, die über das Thema „Laizität“ debattieren werden – ein typisch französisches Gesellschaftskonzept, das zur Zeit immer wieder sowohl von Vertretern der Integrationspolitik als auch von Islamgegnern ins Feld geführt wird (siehe als Beispiel die „Burkini“-Polemik vom letzten Sommer). Die konstitutionelle Verankerung der Laizität macht dieses Konzept zu einem zentralen Punkt der Identitätsdebatte in Frankreich.

Weitere Termine:

- am 23. März um 19:00 wird Prof. Dr. Catherine Colliot-Thélène über die verschiedenen Zukunftsvisionen für Europa referieren

- am 11. April um 19:00 diskutiert Prof. Dr. Andreas Zick mit einem französischen Kollegen (N.N.) über den aufsteigenden Rechtsextremismus in Europa.

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Fritz Bauer vor der Kamera

Martin Rooney zeigt und kommentiert historisches Film-Material über den Initiator der Auschwitz-Prozesse. In den weithin unbekannten Archivalien äußert sich Bauer zur politischen Verantwortung der Justiz und zu seiner Situation als jüdischer Remigrant, aber auch zu Fragen des Sexualstrafrechts und der Wirtschaftskriminalität.

Mittwoch, 22. Februar 2017, 19 Uhr, Plantage 13 (Eingang 26)

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Über die Zukunft des Balkan
Ernst Köhler: „Zweitklassige Krisenzone“

„Zweitklassige Krisenzone“ – die Formulierung stammt von Shkelzen Maliqi, einem auch bei uns bekannten Philosophen und Publizisten in Prishtina. Er hat sie vor zwei oder drei Jahren mir gegenüber einmal im Gespräch benutzt. Gemeint ist natürlich die Region heute, im Rückblick auf die 90er Jahre und im Vergleich mit anderen Krisengebieten in der Welt. Aber Nachdenken über den den Balkan heißt nicht nur Verzicht auf reißerische Töne und unangemessene Dramatisierung. Es verlangt auch einen Blick auf uns selbst.
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Über die Zukunft des Balkan


Leitbild Kreative Stadt
Vortrag von Willfried Maier:
„Mehr als Handel und Hafen –Zukunft ist die kreative Stadt am Beispiel Hamburgs“
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Vortrag Willfried Maier


DIALOG UND GEWALT
Mit Ihrem Vortrag Gewalt und Dialog begibt sich Christina Thürmer-Rohr direkt ins Feld aktueller politischer Kontroversen um die Legitimität von Gewalt als letztem Mittel der Politik, aber nicht nur dort.





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DIALOG UND GEWALT
Das spezifisch Böse der Gewalt ist ihre Stummheit (Hannah Arendt)



Sonntag der Bildung 30.03.03


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Konsequenzen aus PISA - Positionen des Handwerks
Schriftenreihe Baden-Württembergischer Handwerkstag ? Juli 2002

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CHANCENGLEICHHEIT ODER UMGANG MIT GLEICHHEIT UND DIFFERENZ
Förderung eines jeden Menschen als Aufgabe des Bildungssystems
2. EMPFEHLUNG DER BILDUNGSKOMMISSION DER HEINRICH-BÖLL-STIFTUNG


Markt, Staat und Gesellschaft I
Im folgenden sind die Thesen der 3 Foren dokumentiert:

Forum 1 - Professor Adalbert Evers "Zivilgesellschaftliches Engagement"
Forum 2 - Professor Paul Nolte "Gesundheitspolitik und Gerechtigkeit"
Forum 3 - Wiebke Lang "Was passiert, wenn die Gesellschaft vor der Tür bleibt? - Beispiel das Bremer Sanierungsprogramm"

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Adalbert Evers, Justus-Liebig-Universität, Gießen
Soziale Unternehmen. Ein Vorschlag, die Zukunft öffentlicher sozialer
Dienstleistungen anders zu denken.

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Adalbert Evers, Justus-Liebig-Universität, Gießen
Was Bürgergesellschaft und Engagement miteinander zu tun haben. Acht Thesen.

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Prof. Dr. Paul Nolte, International University Bremen:
Sozialer Wandel, Gerechtigkeit und Neuer Sozialstaat

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Wiebke Lang
Neuausrichtung der Sanierungspolitik: Vom Klotzen zum Kleckern




Massenkultur und Kunst - Kulturelle Globalisierung
Max Fuchs
Kultur in Zeiten der Globalisierung


Vortrag im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Massenkultur und Kunst".
4. Bremer Symposion der Heinrich Böll Stiftung und der Galerie Katrin Rabus am 16.10.2003 in Bremen.
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Markt, Staat und Gesellschaft II
Die Krisenphänomene: Krise der öffentlichen Haushalte, Krise der sozialen Sicherungssysteme, demographische Entwicklung der Gesellschaft, Globalisierung u.a.m.. Die Freiheitsversprechen sind größer geworden, die individuelle Freiheit hat zugenommen, aber auch die Zumutungen dieser Freiheit, immer mehr selber entscheiden zu müssen und die Ökonomie mit ihren Flexibilitätserfordernissen produziert neue Anforderungen an persönliche Mobilität und Freiheit. Ein Versuch, sich den neuen Widersprüchen zu stellen, ist, sich mit organisationstheoretischem Handwerkszeug und Pragmatismus Lösungen zu basteln.

Einziger Wert scheint wirtschaftliches Effizienzdenken zu sein.
„Eine neue Kapitalismus-Kritik wäre nötig“ sagt Oskar Negt, und nicht nur er verweist darauf, dass das (sozialistische) Gerechtigkeitsproblem als Gegenspieler zum (kapitalistischen) Effizienzdenken noch lange nicht gelöst ist, wenn zwar die kapitalistischen Länder immer reicher werden, in ihnen selbst aber die Kluft zwischen arm und reich immer stärker auseinandergeht und auch die Kluft zwischen den alten und neuen kapitalistischen Ländern immer größer.
Angesichts dieser Gemengelage wollen wir Blicke in die Wirklichkeit werfen und uns den neuen Realitäten und ihren häufig zuwiderlaufenden Trends (neue Freiheiten, neue Zumutungen) stellen.

1. „Die Utopie vom Leben - Weniger Arbeiten und soziale Grundsicherung“ mit Michael Opielka und Helmut Spitzley
In den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts hatten Ideen um Mindestsicherungen (Einkommen / Rente u.a.) Konjunktur, parallel zu Forderungen nach Verkürzung der Arbeitszeit, um vorhandene Arbeit besser zu verteilen. Hier zeichnete sich ein Modell ab, das neue Wege für soziale Sicherheit, Freiheit, Autonomie und Gerechtigkeit bedeutet hätte. Wäre dieser Weg nicht aktueller denn je oder ist er angesichts etwa der Alterspyramide obsolet?

2. „Das Modell Deutschland - die blockierte Republik“ mit Helmut Wiesenthal und Paul Nolte
Das Modell Deutschland (auch rheinischer Kapitalismus) und Keynes stehen für den Versuch, den Unwägbarkeiten wirtschaftlicher Entwicklungen Möglichkeiten des Ausgleichs und der Steuerung entgegenzusetzen. Kann dies in einer globalisierten Welt noch funktionieren?

3. „Ist der Kapitalismus reformierbar?“ mit Brabara Dribbusch, Mariam Lau, Richard Herzinger und Sighard Neckel
Während der Merkur im letzten Jahr „Kapitalismus oder Barbarei“ titelt und den politischen Liberalismus in der Minderheit wähnt, fragt die andere Seite: Was hilft noch gegen die Handreichung von neoliberaler Ideologie und postmoderner Gleichgültigkeit gegenüber dem Sozialen? Was kann Politik? Was bedeutet Gerechtigkeit?

Im Folgenden finden Sie die wesentlichen Gedanken unserer Referenten dokumentiert.

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Paul Nolte "Sozialstaat und Gerechtigkeit"
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Helmut Wiesenthal "Nach der Agenda 2010"
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Helmut Spitzley "Arbeitszeitverlängerung ist kontraprokuktiv - 7 Argumente"
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Michael Opielka "Vorschlag für eine Grundeinkommensversicherung"
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Sighard Neckel "Marktgesellschaft"
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Barbara Dribbusch "Den Blick der Linken weiten"
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Mariam Lau "Kapitalismus und Freiheit"


Europa und Israel
In zwei Projekten beschäftigte sich die Heinrich Böll Stiftung Bremen mit dem Verhältnis Europas zu Israel.
Im Rahmen eines Workshops reflektierten Wissenschaftler der Universitäten Haifas und Bremens die scheinbar wachsende Entfremdung zwischen Europa und Israel. Im Zentrum standen Überlegungen und Analysen der Gäste aus Haifa.
In einer Abendveranstaltung diskutierten Juliane Wetzel und Matthias Küntzel Gründe für die wachsende Entfremdung zwischen Europa und Israel.
Im folgenden dokumentieren wir die Beiträge.
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Hermann Kuhn
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Ben Artzi
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Fania Oz-Salzberger
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Yfaat Weiss
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Yitzak Shichor
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Julian Wetzel
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Matthias Küntzel
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Workshopbericht
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Motti Golani


Religion und Politik
Es muss nicht der 11. September 2001 sein, um auf das Spannungsverhältnis von Kultur/Religion und Politik zu verweisen. Im Rahmen der EU-Verfassungsdebatte gibt es vehemente Interventionen der beiden großen christlichen Kirchen, die den Gottesbezug und die jüdisch-christlich Tradition Europas in die Verfassung aufgenommen sehen wollen. Die These ist, nur wer weiß, wer er ist, kann für offene, plurale und eben auch säkulare Gesellschaft eintreten.

Alle Gesellschaften leben von geistigen Ressourcen, die den Egoismus und die Gewaltbereitschaft des Menschen zivilisieren und ihn zu Mitmenschlichkeit, Respekt vor dem Nächsten, Bewahrung der Natur und der gemeinschaftlichen Ordnung ermutigen.

Nach Amerika schauend, ist der Zusammenhang von Religion und Politik für Europäer zum Teil irritierend und Teil vieler Missverständnisse. Wer hat die Rede vom "Kreuzzug" des Präsidenten Bush nicht in Erinnerung. Die USA sind in einem sehr allgemeinen Sinne eine religiöse Gesellschaft. Es kommt nicht darauf an, welche Religion man hat, solange man überhaupt eine hat. Es gibt an die 350 Religionen, mit der Vaterlandsliebe (in den Umfragewerten einmalig in der Welt) und der Sendungsidee von Freiheit zusammen bilden sie das Selbstverständnis Amerikas: nicht erst seit 2001 oder Bush sondern bereits seit der Unabhängigkeitserklärung 1776.

Im Nahen Osten, der Heimat der Juden und des Islam, stellt sich das Verhältnis von Religion und Politik ganz anders da. Eine säkulare Verfassung, wie sie Amerika und die europäischen Staaten haben, hat hier lediglich die Türkei, einen demokratischen Staat bildet lediglich Israel. Religion gilt eher als Lebensweise, natürlich auch mangels einer nationalstaatlichen Geschichte, in der die Pole ineinander gehen.

Die globale Welt konfrontiert diese unterschiedlichen Geschichten immer direkter miteinander. In diesem Projekte wollen wir erst einmal die drei Geschichten für sich befragen. Es soll untersucht werden, was jeweils Säkularisierung meint und heißt und Gefahren und Schwächen des jeweiligen Modells angeschaut werden.
Dazu:

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Michael Jäger: Die Zeichen der Zeit und die Kirche


Kunst, Politik und Psychoanalyse
Es gab keine fertige Idee für den Titel, den Anstoß haben einige Bezugspunkte gegeben, sowohl im Erfahrungsbereich wie auch in der zeitgenössischen und politischen, analytischen und kulturtheoretischen Literatur. Um einige davon zu nennen:

1. Das sich vielfach meldende und sich verstärkende öffentliche und intellektuelle Unbehagen an den schrumpfenden Zuspruch und Anspruch der Politik.

2. Im analytischen Bereich, die sich schon seit zwei Jahrzehnten meldenden „nouveaux maladies de l‘ame“ (Kristeva), mit der politischen Bedeutung von Erscheinungen, dass diese Patienten weniger an Verdrängungen und Verboten, die sie hemmen würden, leiden, als an einem derartigen Fehlen von Schranken, dass es ihre psychischen Apparate von Grund aus beschädigt: sie bringen es kaum fertig ihre internen oder externen Konflikte zu repräsentieren. Die beschädigte Fähigkeit, die internen und externen Aggressionen zu symbolisieren.

3. Parallel dazu gibt es in der nachfreudschen Psychoanalyse - wie ein berühmter Aufsatz von Andre Green schon am Anfang der 80-er Jahre gezeigt hat - eine Verschiebung des therapeutischen und theoretischen Fokus von dem „seelischen Innenraum“ zum „analytischen Zwischenraum“. (Von den Objektbeziehungen an bis zu den Winnicottschen und Bionschen Zwischenräumen der übertragungsbedingten analytischen Situation und den Unheimlichkeiten der „Gruppendynamik“.)

4. Bezugspunkt ist auch, für einige aus unserem Kreis, über die Parallele des nicht objektivierbaren und nicht subjektivierbaren winnicottschen Übergangsraumes und des arendtschen politischen Zwischenraumes hinaus, die Bedeutung der gegenseitigen Erhellung der arendtschen „Natalität“ und des spezifisch anthropogenen „good enough“ Mutterraumes bei Winnicott.

Nun sind Beziehungen zwischen Kunst und Politik, Kunst und Psychoanalyse, Politik und Psychoanalyse nicht so neu. Wir glauben aber, dass die Begegnung der Felder interessant sein könnte.

Vier der dort gehaltenen Vortrage Dokumentieren wir im Folgenden.

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Anita Eckstaedt "Heinrich Böll: Der Engel schwieg - Was ist geschehen""
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Caroline Neubaur "Schweigen, Stille, Reverie - Erscheinungsformen einer sakralen und psychoanalytischen Kategorie."
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Frank Stühlmeyer "Politisches Handeln jenseits der Angst - Spiel- und Übergangsräume bei D.W. Winnicott und Hannah Arendt"
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Adrienne Göhler "Verflüssigung - Wege und Umwege in die Kulturgesellschaft"


Nach der Wahl ist vor der Wahl - Wer hat gewonnen? (2005)
Seit fünf Jahren gibt es das Symposium "Kunst in der Gegenwart", das die Heinrich Böll Stiftung zusammen mit der Galerie Katrin Rabus in Bremen veranstaltet. Themen waren unter anderen Kunst und Wissenschaft, Sinn versus Oberfläche und kulturelle Globalisierung.
Die Nähe zur Bundestagswahl hat uns bewogen, das ursprüngliche Arbeitsthema "Kunst und (Gegen)Öffentlichkeit" aktueller aufzunehmen.
Auf dem Symposium am 8./9. Oktober 2005 waren die Ergebnisse der Bundestagswahlen bekannt; überraschen konnten sie zu diesem Zeitpunkt nicht mehr. Der Arbeitstitel "Nach der Wahl ist vor der Wahl - Wer hat gewonnen?" bekam nun zusätzlichen Hintersinn. Die Republik würde in den Ländern und im Bund schwarz sein wie selten seit den Sechzigerjahren, und doch wirkte plötzlich alles auch Schwarz-Rot. Gründe für die Niederlage von Rot-Grün gab es viele, unter anderem, dass die 1998er Aufbruchstimmung sich schnell verbraucht hatte.
Während vom Atomausstieg bis zum Staatsbürgerschaftsrecht die erste Legislatur noch ihre Erfolge hatte, brachten die notwendige Reform der sozialen Sicherungssysteme und Hartz IV die rot-grüne Regierung um ihre Legitimation. Vielleicht hätten viele der kleinen Leute, denen viel abverlangt wurde, dies noch akzeptiert, wenn sich Erfolge eingestellt hätten. Doch nirgends außer bei den Unternehmensgewinnen und den Gehältern des Topmanagements waren sie sichtbar geworden.
Die Idee, die zu unserem ursprünglichen Thema führte, war die Wahrnehmung neuer, unterschiedlicher Strömungen in Kunst und Gesellschaft: Menschen, denen es an Bindungswerten mangelt, ein zunehmender Überdruss am radikalen Pragmatismus, dass man ganz einfach dagegen oder Rebellion wieder "in" ist, die Abschottungstendenzen und das Sicherheitsdenken in den westlichen Industriegesellschaften.
Gibt es eine Suche nach neuen Visionen? Nach einem Sinn der ganzen Reformerei? Wo sind Ziele, die über ein Haushaltsjahr, über eine Legislaturperiode hinausgehen?
Das 6. Symposium war eine Mischung aus kulturpolitischer und gesellschaftspolitischer Fokussierung. Wechselseitige Reibungsflächen ergaben sich aus dem Videomitschnitt der Bremer und Weimarer Inszenierung von Friedrich Schillers "Die Verschwörung des Fiesko zu Genua", aus der Zusammenarbeit mit dem Filmbüro Bremen und der Vorführung der Filme "Die fetten Jahre sind vorbei" (Hans Weingartner) und "Am Tag als Bobby Ewing starb" (Lars Jessen, Ingo Haeb), die auch die politischen Debatten des Symposiums mitprägten.
Im Folgenden dokumentieren wir den Vortrag von Martin Altmeyer vom ersten Abend des Symposiums und die Beiträge der tags darauf folgenden Podiumsdiskussion von Ulrike Herrmann, Robert Misik, Michael Ackermann und Claudia von Braunmühl. Vortrag und Beiträge wurden jeweils von ihnen selbst gekürzt, überarbeitet oder aktualisiert.
Peter Rüdel
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Symposium: Medien und Politik - Die Vierte Gewalt in der Krise? (2007)
Beitrag von Tom Schimmeck: "Gewaltenverwirrung"

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Gewaltenverwirrung


Tagung: Nah am Wasser gebaut (2009)
Eröffnungsvortrag von Ralf Fücks
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Nah am Wasser gebaut


Meer oder Weniger (2011)
Über die „Benutzung“ eines Allgemeingutes: Blaue Träume und grauen Wirklichkeiten

Wie können die Meere auf dieser Welt geschützt und damit ihre Faszination, ihre ökologischen Funktionen und der ökonomische Nutzen auch für zukünftige Generationen erhalten und gesichert werden? Diese Frage stand im Zentrum einer Tagung von Heinrich-Böll-Stiftungen, Forschungseinrichtungen und Naturschutzverbänden am letzten Wochenende (19./20.8.) in Hamburg. Dabei wurde deutlich, dass die Meere vielfältigen, gravierenden Bedrohungen ausgesetzt sind, in vielen Bereichen erheblicher Forschungsbedarf besteht und umfassendem Schutz und nachhaltigen Nutzungsstrategien absoluter Vorrang eingeräumt werden muss.
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Tagungsbericht "Meer oder Weniger"


Veranstaltungsbericht: Frauen in der Syrischen Revolution - Zwischen Aktivismus und Benachteiligung (2013)
Vortrag und Diskussion

In der syrischen Revolution übernehmen Frauen viele einflussreiche Positionen. Sie sind Sprecherinnen von AktivistInnen-Netzwerken, schreiben für Untergrundzeitungen, organisieren das zivile Leben oder bereiten Demonstrationen vor. Doch mit der militärischen Eskalation des Konflikts gehören Frauen – wie häufig in bewaffneten Konflikten - zu den Hauptleidtragenden: Als Opfer sexualisierter Gewalt genauso, wie in ihrer traditionellen Rolle, die die Versorgung der Familie oder die Pflege von Verletzten vorsieht. Insbesondere mit dem Aufkommen radikal-islamistischer Brigaden steht in manchen Gebieten die verhältnismäßig emanzipierte Rolle von Frauen zur Disposition.

KooperationspartnerIn: Adopt a Revolution
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Hannah-Arendt-Workshop 2013
In den Netzen des cyberspace: Die Welt der sozialen Netzwerke und die Frage nach dem Ort des Politischen

Transkription des Workshops vom 28. Juni 2013

Das Internet ist gewiss der augenblicklich bedeutendste und schillerndste Inbegriff einer hochtechnologisch ausgerichteten Gegenwart. Digitale Medien durchformen zunehmend sämtliche unserer Lebens- und Wirklichkeitsbereiche. Vor diesem Hintergrund zeichnet sich eine scheinbar neue Infrastruktur des sozialen Miteinanders – gerade in Gestalt der »social media« (wie etwa facebook, twitter etc. pp.) – ab. Während einerseits an diesen Vorgang verheißungsvolle Prophetien einer womöglich immer flächendeckenderen demokratischen Partizipation geknüpft sind, wird auf der anderen Seite ein tiefgreifender Bedeutungsschwund der politisch-öffentlichen Sphäre registriert.

Ist das Internet, dessen technologische Vervollkommnung nicht zuletzt auch ökonomisch motiviert ist, denn als ein Forum politischer Öffentlichkeit treffend beschrieben? Welche Rück- und Auswirkungen auf politische Entscheidungsprozesse bestehen? Oder muss zuallererst überhaupt der genuine Ort des Politischen neu erfragt werden, wenn in Anbetracht des rasanten Ausbaus digitaler Netzwerke die Unterscheidung zwischen »privat« und »öffentlich« zusehends an ihre Grenzen stößt? In dem für alle Interessierten geöffneten Workshop wurden diese und andere Fragen eingehend diskutiert.

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In den Netzen des cyberspace


Roundtable "Update Repräsentation und Beteiligung" (2014)
Bericht zur Veranstaltung am Freitag, 10. Oktober 2014

Themen:
(1) Von der Geschichte zur Krise politischer Repräsentation. Was ist neu an der Rede von der Krise der Repräsentation?
(2) Zur Kritik der Repräsentation - Die Polis als politischer Raum, indem die Bürger selbst über ihre Angelegenheiten entscheiden.
(3) Update Repräsentation - Ohne Repräsentation (Parteien und Parlamente) geht es nicht!

Es nahmen u.a. teil: Antonia Grunenberg, Marie Hoppe, Lothar Probst, Dian Schefold, Frank Nullmeier, Winfried Thaa, Miriam Wiegand, Tom Lecke-Lopatta, Hilmar Westholm, Christoph Hoppensack, Mathias Güldner, Elmar Wiesendahl, Tim Weber, Julian Petrin, Jan-Hendrik Kamlage, Klaus Wolschner
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Bericht Roundtable_Klaus Wolschner
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Klaus Wolschner_Demokratie und Bürgerbeteiligung – ein Bericht aus dem rotgrün regierten Bremen
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Policy Paper-Winfried Thaa
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Policy Paper-Frank Nullmeier
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Policy Paper-Elmar Wiesendahl


Bericht zur Veranstaltung "Ich will meine Rechte zurück" (2014)
Am 10. November 2014 war der türkische Schiedsrichter Halil Ibrahim Dincdag in Bremen zu Gast. Zu der Veranstaltung der Heinrich Böll Stiftung in Kooperation mit dem Werder Fanprojekt gibt es einen Bericht auf der Website von Werder Bremen:

Bericht Veranstaltung Halil Dincdag



Bericht zur Veranstaltung mit Andreas Zick
Am 19. Februar 2015 war Prof. Andreas Zick zu Gast bei der Heinrich Böll Stiftung Bremen. Auf der Seite des Blogger*innen-Kollektivs "Stadtkontext" gibt es einen Bericht zur Veranstaltung:

Rückblick: Antisemitismus in Deutschland und Europa, eine Veranstaltung der Heinrich-Böll-Stiftung


Inhaltsverzeichnis
- "Ich will meine Rechte zurück" (2014)

- Roundtable "Update Repräsentation und Beteiligung" (2014)

- Hannah-Arendt-Workshop: In den Netzen des cyberspace (2013)

- Frauen in der syrischen Revolution (2013)

- Meer oder Weniger (2011)

- Tagung: Nah am Wasser gebaut (2009)

- Symposium: Medien und Politik - Die Vierte Gewalt in der Krise? (2007)

- Nach der Wahl ist vor der Wahl - Wer hat gewonnen? (2005)

- Kunst, Politik und Psychoanalyse

- Religion und Politik

- Europa und Israel

- Markt, Staat und Gesellschaft II

- Massenkultur und Kunst - Kulturelle Globalisierung

- Markt, Staat und Gesellschaft I

- Sonntag der Bildung 30.03.03

- DIALOG UND GEWALT

- Leitbild Kreative Stadt

- Über die Zukunft des Balkan